Wie sicher ist mein Geld bei Onlinebanken mit Sitz im Ausland?

Deutsche Banken gelten als sicher, was die kleinen Einlagen ihrer Kunden anbelangt. Das Girokonto, das ja zu jedem Haushalt gehört, wird auch mit einem Guthaben von ein paar tausend Euro nicht als Gefahrenherd angesehen, denn niemand muss sich Gedanken um sein Vermögen machen, wenn es auf deutschen Konten deponiert wurde. In den letzten Jahren drängten aber auch Anbieter aus dem Ausland auf den Markt und bieten hierzulande ihre Dienste an. Vor allem bei den flexiblen Geldanlagen wie Tagesgeldkonten oder Festgeldkonten werben die Institute mit hohen Renditen. Aber wie sicher ist das angelegte Geld auf einem Konto einer Bank mit Sitz im Ausland? Die technische Seite des Online-Bankings gilt inzwischen als sehr sicher, solange die Kunden bestimmten Regeln folgen und ihre Daten selbst schützen, doch wenn es um die Einlagen selbst geht, sollte man sein Konto nicht wahllos bei jeder beliebigen Bank eröffnen.

In der EU gelten unterschiedliche Einlagensicherungen

Den Begriff Einlagensicherung kennt in Deutschland inzwischen jeder, der ein paar Euros ansparen konnte. Die Einlagensicherung garantiert dem Kunden einer Bank, dass er auch im Fall einer Insolvenz des Instituts seine Einlagen bis zu einer gewissen Höhe zurückerstattet bekommt. Die Höhe der Einlagensicherung in Deutschland ist dabei großzügig bemessen und jeder Kunde kann mit einem Blick in seinen Vertrag feststellen, bis zu welcher Höhe sein Vermögen abgesichert ist. Konten, die zwar innerhalb der EU, aber außerhalb von Deutschland geführt werden, unterliegen zwar ebenfalls einer Einlagensicherung, doch hier gelten lediglich Mindestanforderungen.

Einlagensicherungsfonds machen Sinn

Banken aus dem europäischen Ausland mit unselbstständigen Niederlassungen in Deutschland können dem deutschen Einlagensicherungsfond beitreten. Banken aus Frankreich, Spanien, England, Irland, Großbritannien und den Niederlanden können diesen Fond in Anspruch nehmen. Er garantiert, dass Einlagen bist zu einer Höhe von 100.000 Euro abgesichert sind. In Großbritannien entspricht das beispielsweise einer Summe von 85.000 Pfund. Egal ob Girokonto oder Festgeld – Einlagen auf Konten, deren Anbieter mit dem Einlagensicherungsfond arbeiten, sind sicher. Allerdings sollten Anleger immer bedenken, dass es keine Zinsen über dem üblichen Marktniveau gibt, ohne dass dabei ein gewisses Risiko vorhanden ist.

Die Sicherungssysteme der Banken

Zurzeit diskutieren Experten über das Sicherheitssystem einer isländischen Bank. Man teilt die Meinung, dass das eigene Sicherungssystem der Bank nicht ausreichen würde, wenn ein Worst-Case-Szenario auftritt. Es gibt also durchaus noch Möglichkeiten zur Verbesserung mancher Systeme und als Anleger sollte man sich immer genau überlegen, welchem Institut man sein Vermögen anvertrauen möchte. Es gibt aber auch Anbieter aus dem Ausland, die sich in Deutschland inzwischen auf dem Anlagenmarkt etablieren konnten. Auf dieser Seite wird ein Testsieger vorgestellt, dem man sicher bedenkenlos vertrauen kann. Allerdings gilt auch hier, dass man das eigene Geld nie aus den Augen verlieren sollte, denn der Markt kann sich schnell verändern und das nicht immer zum Positiven.

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